Unser Vereinsheim
Die Renovierung des Vereinsheimes ist fertig.
Letzten Oktober wurden wir mit einem Schreiben unserer
Vermieterin konfrontiert, mit dem keiner von uns
gerechnet hatte. Unser seit 10 Jahren im Südring 5
angemietetes Vereinsheim wurde zum Jahresende 2010
gekündigt. Wir waren alle erst einmal mehr als irritiert
und suchten das Gespräch mit unserer Vermieterin - der
Fa. Allibert und deren Geschäftsführern. Einen Verein,
wie der MKV kann man mal nicht so eben umziehen und
schon gar nicht in so einer kurzen Zeit und mitten in
der Vorbereitung für die kommende Kampagne. Unsere
Ansprechpartner zeigten sich sehr kooperativ und sagten
uns nach den ersten Gesprächen unter Auflagen eine
Duldung bis Ende April zu. Somit war die Kampagne zwar
erst einmal gerettet. Doch mussten wir uns beeilen, neue
Räumlichkeiten für unsere über 80 Aktiven zu finden.
Wir versuchten es zunächst über Inserate in Zeitungen
und im Internet, doch nichts wollte so richtig passen.
Entweder waren die Räumlichkeiten zu klein, nicht
bezahlbar oder zu nah an Wohnquartieren, was dann den
Übungsbetrieb der Firedrum’s wieder einschränken würde.
Als wir nicht so richtig fündig wurden, wandten wir uns
hilfesuchend an die Stadt Mühlheim am Main, um unsere
Suche zu unterstützen. Der Leiter des Sport und
Kulturamtes, Herr Klaus Schäfer, machte sich dann auch
sofort auf den Weg und nahm mit allen ihm bekannten
Vermietern von Gewerberäumen in Mühlheim Kontakt auf, um
für uns geeignete Räumlichkeiten zu besorgen. Zusätzlich
wurde ein Makler zu seiner Unterstützung aufgesucht.
Doch auch diese Bemühungen waren nicht so erfolgreich.
Nach mehreren, schon fast unterschriftsreichen
Mietverträgen, wurde dann leider doch nichts. Nun lief
uns die Zeit langsam weg. Herr Schäfer nahm daraufhin
noch einmal selbst mit der Fa. Allibert Kontakt auf und
verschaffte uns noch einmal eine weitere Duldung von 3
Monaten.
Als wir fast am Ende unserer Ideen waren, wurde uns ein
Gewerbeobjekt zugetragen, das für uns - insbesondere als
Übungsräume für unsere Firedrum’s - geeignet sein
könnte. Der Kontakt zum Vermieter war schnell
hergestellt und der geschäftsführende Vorstand nahm das
Objekt auch gleich in Augenschein. Die Räumlichkeiten
waren groß, hell und halt komplett zu renovieren. Alle
waren von dem Objekt angetan und meinten, dass wir das
zusammen schon schaffen. Die Kosten hierfür waren
erheblich höher als für das alte Vereinsheim. Alles
musste erst einmal mit spitzem Bleistift durchgerechnet
werden. Im Ergebnis wäre dieses Objekt für uns
finanziell eigentlich gar nicht tragbar gewesen. Aber
auch hier unterstütze uns Herr Klaus Schäfer von der
Stadt Mühlheim. Er stellte Kontakt zu einem Mühlheimer
Gewerbetreibenden her, der uns finanziell mit einem
erhöhten Mitgliedsbeitrag unterstützen würde. Da auch
hierdurch die Finanzierung nicht ganz gesichert war, gab
es noch eine Spende. Endlich trauten wir uns, das
Projekt „neues Vereinsheim“ in der Dieselstraße in
Angriff zu nehmen.
Da der vorhergehende Mieter dort noch bis Juni 2011
seine Produktion aufrecht hielt, konnten wir nur einmal
die Räume zum Ausmessen besichtigen. Hierauf wurde dann
auch gleich mit dem Planen angefangen. Es wurde
festgelegt welcher Raum für was vorgesehen ist, wo die
Theke hinkommt, die Küche eingebaut wird usw. usw. In
diesem Zusammenhang wurde der neue Vermieter - die
Grundstücksgemeinschaft Vollavsek – auch auf das Problem
angesprochen, das ja nur eine Toilette vorhanden sei.
Kurz entschlossen bot er an, den sowieso schon
stillgelegten Aufzugsschacht zur zweiten Toilette
umzufunktionieren. So wurden uns vom neuen Vermieter die
Materialien bereitgestellt. Die Umsetzung geschah dann
in Selbsthilfe. Wohl dem, der solche guten Handwerker zu
seinen Mitgliedern zählen kann, wie der MKV. Ob Maurer,
Verputzer, Sanitärinstallateur, Maler, Fliesenleger,
Elektriker und Schreiner - alles ist in unseren Reihen
vertreten. Somit machten wir uns gemeinsam an die
Arbeit.
Zunächst halfen wir dem Vormieter, seine letzten
Inventarteile vor die Türe zu tragen. Nun fingen wir an,
die neuen Vereinsräumlichkeiten erst einmal gründlich zu
säubern. Als erstes wandten wir uns dem doch sehr in
Mitleidenschaft gezogenen gefliesten Fußboden zu. Dieser
war so stumpf und mit einer Fettschicht überzogen, dass
zum Säubern heißes Wasser und ein Schrubber alleine
nicht mehr reichten. Zum Einsatz kamen daher von der Fa.
Fliesen Eitel gespendete chemische Reinigungsmittel und
das dazugehörige Werkzeug. Unter Einsatz ihres Lebens
und mit allen geöffneten Fenstern und Türen machten sich
dann Michael Schmidt und Oliver Volz an die Reinigung
des Fußbodens. Nachdem am Ende alles noch einmal mit
einer Nassreinigungsmaschine abgezogen wurde, kam ein
glänzender blau-/gelber Fußboden zum Vorschein.
Dann ging es sogleich an die Türen und Fenster. Auch
diese hätten schon vor längerer Zeit einmal einen
Anstrich benötigt. Die Fenster wurden komplett
abgeschliffen und neu gestrichen. Hierfür sei Silvia
Ott, Jürgen Habermann und Michael Schmidt herzlich
gedankt. Sie haben sehr viel Zeit damit verbracht, dem
neuen Vereinsheim auch ein neues Gesicht zu geben. Sie
übernahmen so ziemlich komplett alle Malerarbeiten
(Abkleben, Schleifen, Streichen von Fenster, Türen und
Heizkörper). Auch der Fa. Farben Spahn - die uns alle
benötigten Malerartikel zu einen phantastischen Preis
zur Verfügung stellte - möchten wir an dieser Stelle
nochmals herzlich danken.
Zeitgleich machte sich unser Vereinselektriker Peter Ott
an die Arbeit, um die Elektroinstallationen komplett zu
überprüfen, nicht benötigte Kabel zu entfernen oder neu
zu verlegen, damit wir an den benötigten Stellen
Steckdosen und Schalter haben.
Die größte Baustelle waren aber die Toiletten. Die
einzig vorhandene hatte nur einen WC-Sitz, was natürlich
für ein Vereinsheim nicht ausreichte. Wie schon anfangs
erwähnt, bot unser Vermieter an, den stillgelegten
Aufzug mit einer Bodenplatte zu versehen, damit in
diesen zusätzlich entstandenen Raum die Herrentoilette
eingebaut werden konnte. Nachdem die Vorarbeiten
erledigt und die Materialien zum Fliesen geliefert
waren, machten sich unsere Mitglieder Peter Nohl und
Jürgen Kraus auch sogleich daran, die Zuleitungen und
Anschlüsse zu legen. Peter Nohl - selbst Inhaber einer
Sanitärfirma - ließ seine Kontakte spielen und besorgte
alle benötigten Sanitärobjekte. Seine
Großhändlerzentrale, die Fa. Assion KG, spendete alle
erforderlichen Objekte für die neuen Toiletten. Im
Leerzustand der beiden Toilettenräume, wurde die
Verteilung der jeweiligen Objekte geplant. Dabei wurde
auch kurzerhand beschlossen, die Damentoilette zur
Herrentoilette werden zu lassen. Die Verlegung der
Leitungen und Anschlüsse übernahm unser eingespieltes
Team Peter Nohl und Jürgen Kraus. Diese verbrachten so
manchen Abend und auch mehrere Samstage, um die
Toilettenanlage fertig zu stellen. Nachdem alles
installiert war, machte sich unser Fliesenexperte Jürgen
Kraus daran, Wände und Boden zu fliesen. Noch kurz etwas
Farbe an die Decke und schon konnten die Sanitärobjekte
gesetzt und angeschlossen werden.
Nun kam noch unser Vereinsschreiner Joachim Borawski auf
die Baustelle. Er baute Trennwände und neue Türen in den
Toiletten ein. Als man sich die neue Damentoilette so
betrachtete, kam man zu dem Schluss, dass nur etwas
Farbe an den Wänden bei der Herrentoilette nicht langen
würde. Also wurde die Herrentoilette auch noch neu
verfliest und bekam auch noch einen Freihänger. Die
Fliesen hierzu spendete uns die Fa. Gramskopf.
Da alle Gewerke Hand in Hand arbeiten mussten, machten
sich zwischenzeitlich auch die Mitglieder Joachim
Borawski und Rainer Kühn daran, die neue Thekenanlage in
der Werk-statt vorzufertigen, um sie dann im Vereinsheim
einzubauen. Darüber hinaus wurde von den beiden im
größten Raum mit einem Holzpodest versehen, um
Verletzungen der Tanzgruppen auf dem harten und glatten
Fliesenboden vorzubeugen.
Gleichzeitig mit der Herstellung des neuen Vereinsheims
musste natürlich auch der Umzug vom alten in das neue
Vereinsheim bewerkstelligt werden. Von den Mitgliedern
der Firedrum’s wurde in den Übungsstunden unser Hab und
Gut in alle aufzufindenden Kartons verpackt. Michael
Schmidt übernahm mit Helfern die Planung des Umzuges.
Zum Teil musste Festmontiertes ausgebaut und große
Möbelstücke zerlegt werden. Endlich fand am ersten
Wochenende im Juli der Umzug statt. Mit mehreren
Fahrzeugen der Fa. Baudekoration Habermann
bewerkstelligten dies so ziemlich alle Aktiven des
Vereins. Noch am gleichen Tag konnte das alte
Vereinsheim besenrein verlassen und übergeben werden. An
dieser Stelle sei noch einmal der Fa. Allibert zu
danken, da sie uns noch so lange nach Ablauf der
Kündigungsfrist in ihren Räumlichkeiten duldete.
Nachdem die ganzen Möbel ins neue Vereinsheim gebracht
waren, wurden sie vom Män-nerballett wieder
aufgeschlagen. Dies gestaltete sich nicht ganz so
einfach, da die Personen für Abbau und Aufbau nicht die
gleichen waren. Aber gemeinsam haben wir es dann doch
geschafft, alles an seinem Ort wieder aufzubauen. Nun
kam unsere Schellengarde um die ganzen Kartons zusammen
mit den Abteilungsleitern auszupacken und wieder in die
Schränke einzuräumen. Die Instrumente der Firedrum´s
bekamen einen eigenen Raum. Dort mussten Regale
aufgebaut werden, um alle Instrumente unterzubringen.
Unsere neue/alte Küche wurde aufgebaut und ergänzt.
Schon konnte das ganze vereinseigene Geschirr wieder an
seinen angestammten Platz. Langsam nahm das neue
Vereinsheim Gestalt an und wurde wohnlich. Die letzten
Arbeiten - eine nochmalige Reinigung der Räumlichkeiten,
das Anbringen der Dekoration und der Bilder - wurde
wieder von der Schellengarde übernommen. Endlich können
wir wieder - bis auf wenige kleine Ergänzungen - ein
wunderschönes, neues Vereinsheim unser eigen nennen.
Mit dem Einzug ins neue Vereinsheim wechselte auch
dessen Betreuung. Unser langjähriger
Vereinsheimverantwortlicher (Michael Schmidt) übergab
seine Geschäfte an den neuen Vereinsheimverwalter (Renzo
Sommer). Ab jetzt muss sich dieser mit den Gruppierungen
herumschlagen, für Ordnung sorgen und alle Arbeiten
erledigen, die ein Vereinsheim so mit sich bringt. Er
ist nun auch der Verantwortliche für die Vermietung des
Vereinsheimes. Bei Mietanfragen wenden sie sich bitte
vertrauensvoll an ihn.
Meinen Bericht möchte ich mit einem recht herzlichen
Dank - an alle Beteiligten Firmen, Handwerkern, und
natürlich allen helfenden Händen aus dem Verein, die uns
mit Rat und Tat zur Seite standen - schließen.
Es
ist geplant, jeden zweiten Donnerstag unser Vereinsheim (Dieselstraße
4-6) ab 20.00 Uhr zu öffnen, um allen Mitgliedern auch
außerhalb der Kampagne einen Überblick zu verschaffen,
was so alles im Verein geschieht, oder noch geplant ist.
Außerdem gibt es noch einige vereinsinterne Feiern, bei
denen alle aktiven Mitglieder und auch Freunde des MKV
teilnehmen.
Bilder vom neuen Vereinsheim folgen in kürze.








